
Mikroplastik im Wasser
Plastik ist aus unserem Alltag kaum wegzudenken — von Verpackungen bis hin zu Flaschen. Neben der sichtbaren Verschmutzung in Ozeanen und an Stränden stellt Mikroplastik im Wasser ein weniger bekanntes, aber bedeutendes Problem dar.
Was ist Mikroplastik?
Mikroplastik sind Kunststoffteilchen kleiner als 5 mm. Sie entstehen, wenn größerer Plastikmüll zerfällt oder wenn Mikrokügelchen (Microbeads) aus Kosmetik und Pflegeprodukten in Gewässer gelangen. Sie werden im Trinkwasser, in Ozeanen, Süßwassergebieten und sogar in Polarregionen nachgewiesen.
Wie gelangt Mikroplastik ins Wasser?
Die wichtigsten Quellen sind Kosmetik, Reinigungsmittel und das Waschen synthetischer Kleidung. Auch größerer Plastikmüll wie Flaschen und Verpackungen zerfällt in kleinere Teilchen, die über Wasserläufe in verschiedene Ökosysteme gelangen — darunter auch Trinkwasserreservoirs.
Mikroplastik im Trinkwasser
Leitungswasser wird häufig als frei von Verunreinigungen angenommen, doch das ist oft nicht der Fall. Die Entfernungseffizienz von Wasseraufbereitungsanlagen liegt zwischen 70 % und 82 %, was bedeutet, dass nicht alle Mikroplastikteilchen entfernt werden. Ein Schwerkraftfilter von Aqualine filtert Mikroplastik zu mehr als 99 % aus dem Leitungswasser.
Sind Plastikwasserflaschen eine sichere Alternative?
Untersuchungen zeigen, dass abgefülltes Wasser häufig mehr Mikroplastik enthält als Leitungswasser. Dies stellt die vermeintliche Sicherheit von Flaschenwasser infrage.
Gesundheitsrisiken
Die WHO gibt an, dass die aktuellen Risiken von Mikroplastik im Trinkwasser gering sind, betont jedoch die Notwendigkeit weiterer Forschung zum Vorkommen, den Auswirkungen und den Quellen von Mikroplastik im Wasserkreislauf.
Auswirkungen auf die Umwelt
Mikroplastik schadet dem Wasserleben und anderen Tieren in wasserreichen Umgebungen. Es reichert sich in der Nahrungskette an, mit Folgen für Tiere und Menschen gleichermaßen.
Wie können wir die Belastung reduzieren?
Die Verwendung von Wasserfiltern ist eine wichtige Maßnahme. Reduzieren Sie außerdem den Gebrauch von Kunststoffprodukten und wählen Sie umweltfreundliche Alternativen. Gefiltertes Wasser trinkt man am besten aus Glas statt aus Plastik, da Kunststoffbehälter das Wasser erneut verunreinigen können.
Fazit
Mikroplastik stellt eine unsichtbare Bedrohung für unsere Gesundheit und die Umwelt dar. Das Bewusstsein über die Quellen und Risiken befähigt uns, Schritte zu einer geringeren Belastung und einer saubereren Umwelt zu unternehmen.
