Medikamente im Trinkwasser: Ist unser Trinkwasser wirklich sicher?

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Medikamente im Trinkwasser

Trinkwasser stammt aus zwei Hauptquellen: Oberflächenwasser und Grundwasser. Beide Quellen sind anfällig für Verunreinigungen, darunter auch Medikamentenrückstände. Laut Untersuchungen des RIVM können Rückstände aus häuslichem Abwasser, Krankenhäusern und pharmazeutischen Herstellern in Wasserquellen gelangen. Trotz erheblicher Anstrengungen der Wasserwerke bleibt ihre Anwesenheit ein Grund zur Sorge.

Medikamentenrückstände in Trinkwasserquellen

Medikamente werden in einigen Trinkwasserquellen in geringen Konzentrationen nachgewiesen – in Oberflächenwasser häufiger und in höheren Konzentrationen als in Grundwasser. Offizielle Berichte zeigen, dass die Konzentrationen in der Regel unter dem Signalwert von 1 ug/L liegen und durch die Aufbereitung weiter reduziert werden. Allerdings werfen Stoffe wie Jomeprol, Metformin und Hydrochlorothiazid, die in vielen Oberflächenwasserquellen gefunden werden, Fragen zur Wirksamkeit dieser Grenzwerte auf.

Einige hartnäckige Medikamente, wie Carbamazepin, werden regelmäßig in relativ hohen Konzentrationen in Grundwasserquellen nachgewiesen. Dies zeigt, dass der natürliche Abbau im Boden nicht immer ausreichend ist. Selbst nach der Aufbereitung werden manchmal noch Spuren von Stoffen oder deren Abbauprodukten im Trinkwasser gefunden.

Ist unser Trinkwasser wirklich sicher?

Offiziell erfüllt das Trinkwasser die gesetzlichen Anforderungen und gilt als eines der besten weltweit – nicht zuletzt dank intensiver Aufbereitungsverfahren. Dennoch können Rückstände chemischer Stoffe, darunter Medikamente oder deren Abbauprodukte, im Wasser nachgewiesen werden. Obwohl die Konzentrationen als unbedenklich gelten, besteht weiterhin Unsicherheit über die Langzeitfolgen einer Exposition gegenüber niedrigen Dosen.

Wirksamkeit der Trinkwasseraufbereitung

Aufbereitungsverfahren senken die Konzentration von Medikamenten, garantieren aber keine vollständige Entfernung aller Rückstände. Die Wirksamkeit hängt von den physikalisch-chemischen Eigenschaften jedes einzelnen Stoffes ab. Die Aufbereitung von Oberflächenwasser nutzt fortgeschrittene Kombinationstechniken, während die Grundwasseraufbereitung oft weniger aufwendig ist. Das wirft Fragen zur Konsistenz und Vollständigkeit der Aufbereitung auf.

Mischungstoxizität und neue Stoffe

Behörden erklären, dass die derzeit niedrigen Konzentrationen keine gesundheitlichen Auswirkungen haben sollten – auch nicht unter Berücksichtigung der Mischungstoxizität (dem gleichzeitigen Vorhandensein mehrerer Stoffe). Dennoch bestehen Unsicherheiten bezüglich der Sicherheitsmargen und kumulativen Effekte. Eine kontinuierliche Überwachung neuer Stoffe ist notwendig, insbesondere angesichts des möglichen Einflusses des Klimawandels auf die Qualität der Wasserquellen.

Vertrauen in das Trinkwasser

Obwohl die Qualität des Trinkwassers allgemein als gut eingestuft wird, basiert das Verbrauchervertrauen nicht allein auf der Qualität. Es herrscht ein wachsendes Misstrauen gegenüber staatlichen Stellen, genährt durch Medienberichte über Verunreinigungen und negative Assoziationen mit chemischen Schadstoffen. Dieses Misstrauen wird durch begrenztes Verbraucherwissen und wissenschaftliche Unsicherheit über mögliche Gesundheitsauswirkungen verstärkt.

Es besteht ein klarer Bedarf an mehr Transparenz, Information und kontinuierlicher Verbesserung der Wasseraufbereitungstechniken, um das Verbrauchervertrauen zu erhalten. Immer mehr Verbraucher entscheiden sich für zusätzliche Sicherheit und schaffen sich ein Wasserfiltersystem an, das Medikamentenrückstände aus dem Wasser filtert. Sowohl Aqualine als auch British Berkefeld Schwerkraftfilter entfernen Medikamentenrückstände zu mehr als 99%.

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