
Wer sich für einen Schwerkraftfilter interessiert, stößt schnell auf zwei etablierte Marken: Aqualine und British Berkefeld. Beide funktionieren nach demselben Prinzip — die Schwerkraft drückt das Wasser durch einen Filter, ganz ohne Strom oder Wasserdruck. Dennoch gibt es wichtige Unterschiede bei Technologie, Material und Preis. In diesem Artikel stellen wir beide Marken einander gegenüber.
Wie funktionieren Schwerkraftfilter?
Schwerkraftfilter bestehen aus zwei übereinander angeordneten Kammern. Man gießt Leitungswasser in die obere Kammer, wo es langsam durch ein oder mehrere Filterelemente sickert. Das gereinigte Wasser sammelt sich in der unteren Kammer und kann über einen Zapfhahn entnommen werden.
Dieses Prinzip ist so alt wie bewährt. Man braucht weder Strom noch einen Wasseranschluss oder Wasserdruck. Das macht Schwerkraftfilter ideal für den täglichen Gebrauch, aber auch für Notfälle oder netzunabhängige Standorte.
Filtertechnologie
Aqualine: 4-in-1-Filtration
Aqualine setzt auf ein eigenes 4-in-1-Filtersystem, das vier Reinigungsstufen in einer Filterkerze vereint:
- Keramische Außenschicht — hält Bakterien, Sediment und Schwebstoffe zurück
- Aktivkohle — entfernt Chlor, Pestizide und organische Verbindungen
- Kolloidales Silber — hemmt das Bakterienwachstum im Filter
- Mineralsteine — fügen dem gefilterten Wasser Spurenmineralien hinzu
Ein besonderes Merkmal von Aqualine ist, dass Mineralsteine in der unteren Kammer das Wasser leicht mineralisieren. Dies soll den Geschmack verbessern und dem Wasser einen leicht alkalischen Charakter verleihen.
British Berkefeld: Keramische Filtration mit bewährter Technologie
British Berkefeld verwendet Keramikfilterelemente, die seit über 150 Jahren in England hergestellt werden. Die Filterkerze kombiniert:
- Mikroporöse Keramik — filtert Bakterien, Zysten und Schwebstoffe
- Aktivkohlekern — entfernt Chlor, organische Stoffe und bestimmte Chemikalien
- Ionenaustauscherharz — reduziert Schwermetalle
Die Filter von British Berkefeld sind unabhängig geprüft und zertifiziert für die Entfernung von mehr als 99,99 % der Bakterien wie E. coli und Pathogene wie Cryptosporidium.
Vergleichstabelle
| Merkmal | Aqualine | British Berkefeld |
|---|---|---|
| Herkunft | Niederländische Marke | Britische Marke (seit 1862) |
| Filtertechnologie | 4-in-1 (Keramik, Kohle, Silber, Mineral) | Keramik + Aktivkohle + Ionenaustausch |
| Gehäusematerial | ABS-Kunststoff oder Glas | Edelstahl |
| Kapazität | 5 bis 18 Liter | 6 bis 12 Liter |
| Preisklasse | Einsteigerfreundlich | Mittel bis hoch |
| Bakterienentfernung | Ja | Ja (>99,99 %, unabhängig geprüft) |
| Mineralzugabe | Ja (Mineralsteine) | Nein |
| Filterlebensdauer | 6–12 Monate | 6–12 Monate |
| Unabhängige Zertifizierung | Eingeschränkt | Ja (umfassend geprüft) |
Material und Design
Aqualine: ABS-Kunststoff oder Glas
Aqualine bietet Modelle in zwei Materialien an. Die ABS-Kunststoff-Varianten sind leicht und preisgünstig. Die Glasversionen haben eine hochwertige Optik und kommen ohne Kunststoff in Kontakt mit dem Wasser aus.
Beliebte Modelle sind unter anderem:
- Aqualine 5 ABS — kompaktes Einstiegsmodell
- Aqualine 5 Glas — Glasversion für kleine Haushalte
- Aqualine 12 Glas — für Familien
- Aqualine 18 Glas — das größte Modell
British Berkefeld: Edelstahl
British Berkefeld setzt ausschließlich auf polierten Edelstahl. Das verleiht dem System eine professionelle und robuste Optik. Edelstahl ist langlebig, leicht zu reinigen und kommt ohne Kunststoff in Kontakt mit dem Wasser aus.
Die Modelle sind:
- British Berkefeld 6 Liter — für 1–2 Personen
- British Berkefeld 8,5 Liter — das beliebteste Modell
- British Berkefeld 12 Liter — für große Familien
Preisvergleich
Aqualine positioniert sich deutlich als die günstige Alternative. Der Einstiegspreis für ein Aqualine-System liegt deutlich unter dem eines British Berkefeld. Vor allem die ABS-Modelle sind sehr erschwinglich.
British Berkefeld verlangt einen höheren Anschaffungspreis, bietet dafür aber ein vollständig aus Edelstahl gefertigtes Gehäuse und umfassend zertifizierte Filtration. Auf lange Sicht sind die Filterkosten vergleichbar, da beide Marken Keramikfilter verwenden, die 6 bis 12 Monate halten.
Was die Investition betrifft:
- Aqualine ist die beste Wahl für alle mit begrenztem Budget, die dennoch einen soliden Schwerkraftfilter wünschen
- British Berkefeld lohnt sich, wenn höchste Filtrationsstandards und ein Premium-Material wichtig sind
Wartung
Die Wartung ist bei beiden Marken vergleichbar. Keramikfilter lassen sich regelmäßig mit einem Scheuerschwamm unter fließendem Wasser reinigen, was die Lebensdauer verlängert. Bei beiden Marken wird das Filterelement in der Regel nach 6 bis 12 Monaten ausgetauscht, abhängig von der Nutzung und der Wasserqualität in der Region.
Aqualine-Modelle mit Mineralsteinen erfordern zudem gelegentlich einen Austausch der Steine (etwa einmal pro Jahr). Bei British Berkefeld entfällt dieser zusätzliche Wartungsaufwand.
Vor- und Nachteile
Aqualine
Vorteile:
- Niedrigerer Anschaffungspreis, besonders die ABS-Modelle
- Wahl zwischen ABS-Kunststoff und Glas
- Modelle bis 18 Liter — die größte Kapazität in diesem Vergleich
- Mineralsteine für verbesserten Geschmack
- Niederländische Marke
Nachteile:
- Weniger unabhängige Testergebnisse verfügbar
- ABS-Modelle enthalten Kunststoff im Kontakt mit Wasser
- Mineralsteine erfordern zusätzliche Wartung
British Berkefeld
Vorteile:
- Über 150 Jahre Erfahrung in keramischer Filtration
- Umfassend unabhängig geprüft und zertifiziert
- Vollständig aus Edelstahl gefertigtes Gehäuse
- Kein Kunststoff in Kontakt mit Wasser
- Nachweislich zuverlässig in Notsituationen
Nachteile:
- Höherer Anschaffungspreis
- Nur in Edelstahl erhältlich (keine Budget-Variante aus Kunststoff)
- Maximale Kapazität von 12 Litern (kleiner als Aqualine 18L)
Fazit: Welchen Schwerkraftfilter wählen Sie?
Wählen Sie Aqualine, wenn Sie:
- Einen erschwinglichen Schwerkraftfilter suchen
- Gerne ein Glasmodell ohne den Premium-Preis von Edelstahl möchten
- Eine große Kapazität benötigen (bis zu 18 Liter)
- Die Mineralisierungsfunktion ansprechend finden
- Ein kompaktes Einstiegsmodell ausprobieren möchten
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Wählen Sie British Berkefeld, wenn Sie:
- Die höchsten Filtrationsstandards mit unabhängiger Zertifizierung wünschen
- Ein vollständig kunststofffreies System bevorzugen
- Bereit sind, mehr in Premium-Qualität zu investieren
- Einen Filter möchten, der auch in Notsituationen zuverlässig funktioniert
- Wert auf eine langjährig bewährte Erfolgsgeschichte legen
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Zusammenfassung
Sowohl Aqualine als auch British Berkefeld sind solide Optionen für alle, die ihr Leitungswasser zu Hause mit einem Schwerkraftfilter aufbereiten möchten. Aqualine punktet bei Preis und verfügbaren Kapazitäten, während British Berkefeld bei Material, Zertifizierung und bewährter Zuverlässigkeit überzeugt.
Letztendlich hängt die beste Wahl von Ihrem Budget und Ihren Prioritäten ab. Beide Systeme liefern deutlich saubereres Trinkwasser als ungefiltertes Leitungswasser. Möchten Sie auch andere Filtertypen vergleichen? Lesen Sie dann unseren Artikel über British Berkefeld vs ZeroWater oder besuchen Sie die häufig gestellten Fragen zu Wasserfiltern.
